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Sicherheit braucht mehr als eine Smartphone-App

22 August 2017
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Alarmanlage und EinbruchschutzFrüher galt die Alarmanlage als die wichtigste Investition in die Haussicherheit. Mechanischer Schutz per Riegel, Gitter und Schloss waren eine nette Sache, richtig rund wurde es aber erst mit der Anlage vom Profi. Zwischen 3.000 und 5.000 Euro kostet eine professionell installierte und sinnvoll konzipierte Anlage heutzutage. Dafür löst diese Anlage dann aber auch sofort Alarm aus und gibt dem Einbrecher keine Zeit zu entkommen. Unter 1.000 Euro ist eine zuverlässige Anlage nicht zu haben, zumindest sind sich professionelle Anbieter und Polizei in diesem Punkt einig. Aber was ist mit dem Smarthome? Macht die Technik herkömmliche Alarmanlagen und Schlösser nicht überflüssig?

Alles, was smarte Technik beinhaltet, kann gehackt werden

Es ist wirklich verführerisch: Das Smartphone kann über App und WLAN aus der Ferne nicht nur die Beleuchtung, Rollläden und die Heizung steuern. Sondern es steuert auch die Schlösser von Garage und Haustür, die Kamera im Eingangsbereich und die Alarmanlage. Das klingt sehr praktisch. Denn wer per Kamera das Haus mehr oder weniger komplett und deutlich sichtbar überwachen lässt, sollte doch eigentlich vor Einbrechern sicher sein. Welcher Dieb bricht in ein Haus ein, das von Kameras umgeben ist?

In der Theorie klingt die Idee gut, in der Praxis ist sie nichts wert. Denn jedes WLAN kann gehackt werden. Die Kamera, die eigentlich das Haus gegen Einbrecher überwachen sollte, zeigt potentiellen Einbrechern mit marginalen technischen Kenntnissen ganz einfach, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Es braucht keinen professionellen Hacker, um den smarten Geräten unberechtigt Befehle zu erteilen und Informationen abzugreifen. So warnt dann auch die Polizei, dass smarte Überwachungssysteme bislang nicht taugen. Sie sind einfach zu anfällig für Angriffe von außen. Und das gilt nicht nur für die Sicherheitstechnik: Auch smarte Lampen, Kühlschränke, Heizsysteme und andere Geräte können relativ leicht übernommen werden.

Mechanische Sicherheitstechnik toppt Elektronik

Aber nicht nur die smarte Technik ist in die Kritik der Sicherheitsfachleute geraten. Es drängen auch immer mehr Billighersteller für elektronische Alarmanlagen auf den Markt. Die Alarmsystem werden im Baumarkt oder im Supermarkt verkauft, werden vom Discounter vertrieben oder im Möbelmarkt.Mit professioneller Sicherheitstechnik haben sie nicht viel zu tun. Die Systeme sind für 1000 Euro oder weniger zu haben und taugen einfach nichts. Denn die meisten Einbrecher wissen, wie einfach diese Anlagen außer Gefecht gesetzt werden können. Da die Anlagen zudem noch meist in der Nähe der Haustür gut sichtbar angebracht sind, sind sie eine von außen werbende Einladung, in das unzureichend gesicherte Haus einzusteigen.

Smarte Technik als Rohrkrepierer?

Ganz so schlimm ist es nicht. Die Zeichen der Zeit sind eindeutig: Wohntechnik wird immer weiter vernetzt. Aber noch steckt diese Technik in den Kinderschuhen und ist anfällig für Störungen. Die Entwickler stehen unter Druck und müssen ständig neue Produkte auf den Markt werfen, um die Konkurrenz auszustechen. Da bleibt die Qualität auf der Strecke. In ein paar Jahren mag das anders aussehen. Da die Einbruchzahlen aber in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind, (2013: 149.500 Einbrüche, 2014: 152.123) ist im Moment tatsächlich konkrete wirksame Sicherheitstechnik wichtiger als die gefühlte Sicherheit.

Übrigens können moderne Alarmanlagen auch Steuerfunktionen übernehmen – so macht es beispielsweise Sinn bei Einbruchalarm die Beleuchtung mit anzuschalten, um die Abschreckung beim Einbrechenden zu verstärken oder bei Feueralarm alle Rolläden hochzufahren, um die Fluchtwege frei zu machen, dazu Bedarf es keiner Homeautomation.

Hier ein interessanter Artikel aus der Informatik-Aktuell

Smart Home: Verbraucher wollen mehr Sicherheit und Datenschutz

Konsumenten von Smart Home-Produkten wünschen sich mehr Transparenz zur Sicherheit und Datenschutz – entsprechende Kennzeichnungen sollen dabei helfen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom.

Etwa 95 Prozent der Smart Home-Anwender sind unabhängige Zertifikate und Siegel zur Sicherheit vor Hacker-Angriffen sehr wichtig. Einen vom Hersteller garantierten Schutz vor Hacker-Angriffen finden 89 Prozent wichtig…..alles lesen



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